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Vom Förderkonzept zum Unterrichtskonzept

Erste positive Erfahrungen mit dem Konzept FRESCH zeigten, dass es aus verschiedenen Gründen problematisch war, es auf die Förderung schwacher Leser und Schreiber zu beschränken:
Die Ermittlung der Rechtschreib- sowie der Leseleistungen mit standardisierten Testformaten förderte an den beiden Realschulen das Ergebnis zu Tage, dass durchschnittlich 1/3 aller Lerner der Eingangsklassen der besonderen Förderung bedurften.

Auf der Basis der Testergebnisse waren aber mehr als 2/3 aller Schülerinnen und Schüler pro Klasse förderwürdig, wenn man Prozentränge von unter 50% ansetzte. Von diesem Ausmaß waren wir überrascht, und wir standen vor der Frage, wie wir z. B. die Kinder fördern, die keineswegs sichere Rechtschreiber und Leser sind, aber nicht der Gruppe mit besonderem Förderbedarf zuzuordnen waren.

Angesichts des festgestellten Förderbedarfes stellte sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll sein konnte, eine Förderung außerhalb der gesamten Lerngruppe anzubieten, die den unsicheren Rechtschreibern zusätzlichen Unterrichtsstoff abverlangt, der oft gar nicht mit dem Unterricht verknüpft ist. Effektiver erschien uns, die Förderung im Rahmen des täglichen Unterrichts - also integrativ - zu betreiben, insgesamt anders zu unterrichten und dadurch alle Lerner besser fördern zu können.
Angesichts der positiven Erfahrungen mit dem Lernen nach FRESCH lag die Idee nahe, diese motivierende und Erfolg versprechende Art des Lernens allen Schülerinnen und Schülern zukommen zu lassen. Es wurde deshalb beschlossen, aus dem Förderkonzept ein Unterrichtskonzept für alle Schulformen zu entwickeln.